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Arbeiten bei der FTI Energy
Im Januar 2008 wurde die FTI Energy GmbH mit Sitz in der Schweiz (Baden) gegründet. Das erste Jahr der FTI Energy GmbH verlief sehr erfolgreich und auch das Team ist auf Wachstumskurs. Philipp Marsanic gehört zu den ersten Mitarbeitern am Standort Schweiz. Im folgenden Interview gibt der Ingenieur einen Erfahrungsbericht.
Philipp, seit wann bist Du bei der FTI Energy GmbH?
Ich bin seit Mai 2008 bei der FTI Energy angestellt.
Was hast Du vorher gemacht?
An der Hochschule in München habe ich Flugzeugtechnik studiert mit dem Schwerpunkt Triebwerkstechnik & Instandsetzung. Beruflich konnte ich bereits internationale Erfahrungen sammeln, z.B. bei Boeing in Everett (Seattle, USA), bei Rolls-Royce in Derby (UK) und bei MTU in München.
Wie und warum bist Du zu FTI gekommen?
Die ersten Kontakte entstanden 2007, als ich freiberuflich für die FTI Systems in München tätig war. Zum Geschäftsführer Dr. Wolfgang Berns habe ich seither ein sehr gutes Verhältnis. Diese gute Zusammenarbeit und die Möglichkeit, den Standort Schweiz für die seinerzeit neu gegründete FTI Energy zu entwickeln und auszubauen, waren der hauptsächliche Grund, warum ich mich für FTI entschieden habe. Weiterhin sehe ich hier in der Schweiz ein angenehmes und weitreichendes Kundenumfeld mit Firmen wie ABB, Alstom etc. am Standort Baden.
Kannst Du uns einen kurzen Einblick in Deinen Aufgabenbereich bei FTI geben?
In den Jahren 2007-2008 war ich für die FTI Systems verantwortlich für die Software-Entwicklung und Implementierung eines Teils der Prozessleittechnik für ein Kombikraftwerk (Combined Cycle Power Plant CCPP), das von der Fa. Alstom in Nhon Trach (Vietnam) errichtet worden ist. Kunde der FTI Energy war die Fa. Gesellschaft für Prozess Automation GfPA AG, mit der die FTI Energy GmbH sehr eng und sehr erfolgreich kooperiert. Derzeit betreue ich für die FTI Energy Alstom-Projekte in Aghada (Irland) sowie in Emsland, ebenfalls CCPPs. Hierbei ist der gesamte Sicherheitslebenszyklus gemäß den geforderten Safety Lifecycle Standards IEC 61508 und 61511 zu realisieren, d.h. elektronische Schutzfunktionen (inkl. Transmittern, Logic Solvern und Final Elements) zu ermitteln, Anforderungen zu bestimmen und zu verifizieren bis hin zum SAT (Site Acceptance Test). Dies gilt sowohl für die Software als auch für die Hardware.
Welche zukünftigen Potenziale siehst Du für die FTI Energy?
In Verbindung mit meiner jetzigen Tätigkeit bei der Alstom Power (Switzerland) hoffe ich, dass die FTI Energy mittelfristig neben der Durchführung von Safety Analysen auch System-Zertifizierungen (Hardware und Software) gemäß dem Standard IEC 61508 für funktionale Sicherheitssysteme, idealerweise gemeinsam mit einem in dieser Hinsicht etablierten Partner wie dem TÜV, anbieten kann. Weiterhin wollen wir unsere Kernkompetenzen im regelungstechnischen Umfeld, in der Prozessleittechnik und wenn möglich die luftfahrtgeprägten Erfahrungen der FTI Group im Bereich Prozessmanagement, insbesondere im Anlagen- und Kraftwerksbau, mit einbringen. .
Natürlich gilt es das Thema Safety & Reliabilty (S&R) allgemein als Kernkompetenz weiterzuentwickeln und – auch wenn das etwas nach Zukunftsmusik klingt - das Dienstleistungs-Portfolio entsprechend anzupassen, d.h. neben den eigentlichen Analysen auch komplette, zertifizierte Funktionale Sicherheitssysteme anzubieten und auch das Thema S&R-Schulung anzugehen. Branchenmäßig bieten sich neben der hier in der Schweiz sehr ausgeprägten konventionellen Kraftwerksindustrie auch die Bereiche erneuerbare Energien (Windturbinen) sowie die Chemie, Petrochemie, Öl und Gas. Bei letzteren sehe ich Firmen wie BASF, Bayer oder Linde als potenzielle Kunden. Gemeinsam mit unserem Partner GfPA könnten wir hier stark auftreten und eine „sichere“ Prozessleittechnik inklusive Engineering anbieten.
Was gefällt Dir an FTI im Allgemeinen?
Die sehr gute und unkomplizierte Zusammenarbeit innerhalb der FTI.
Insbesondere die Arbeit mit dem Safety-Team und unserem Spezialisten Markus Stanger in Berlin gefällt mir sehr. Ich hoffe, dass wir in Zukunft eine Vielzahl von weiteren Projekten gemeinsam abwickeln können. Auch von der FTI Systems in München bekommen wir hier in der Schweiz ausgezeichneten Support.
Du hast eingangs erwähnt, dass Du vor FTI bereits für verschiedene Unternehmen im Ausland tätig warst. Woher kommst Du ursprünglich?
Aufgewachsen bin ich in Frankfurt und Bad Homburg, zum Studieren bin ich nach München gezogen. Selbst bin ich kroatischer Staatsbürger.
Gibt es Gründe, warum Du Dich für den Standort Schweiz entschieden hast?
Anfänglich war es die Neugier an Unbekanntem und Neuem, welche mich auch immer wieder zum Reisen verleitet. Nach einem einwöchigen Schulungskurs bei unserer Partnerfirma GfPA hatte ich schnell erkannt, dass ich mich hier gut zurechtfinden würde. Außerdem ist es von Zürich nach Frankfurt nur ein Katzensprung, wenn ich mal eben schnell zu einem Geburtstag oder anderen familiären Anlässen muss. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber meinen früheren Tätigkeiten im Ausland.
Du hast ja international bereits gute Vergleichsmöglichkeiten und scheinst offenbar sehr zufrieden in der Schweiz zu sein. Was gefällt Dir besonders?
Besonders gefällt mir die unkomplizierte bzw. direkte Art der Menschen und das allgemein globale Denken. Viel Spaß macht mir die Arbeit in einem sehr internationalen Umfeld. Das Team meines aktuellen Projektes beispielsweise besteht aus einem Franzosen, Italiener, Südamerikanern und Amerikanern, Deutschen und natürlich Schweizern. Die Kompetenz und Expertise schließt hier die Freundlichkeit nicht aus. Weiterhin gibt es sehr gute Freizeitmöglichkeiten in Zürich und landschaftlich gefällt mir die Schweiz mit rund 1500 Seen und faszinierenden Bergen ausgezeichnet. Die Schweiz bietet ein sehr hohes Maß an Lebensqualität.
Herzlichen Dank für das Interview!
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